Samstag, 12. September 2026

Prins Christian Sund

 Samstag, 12.September




"Heute fahren wir durch den Prins Christian Sund, das ist eine Wasserstraße im Süden von Grönland, die etwa 100 km lang ist und an der schmalsten Stelle nur 500m misst. Auf der nördlichen Seite des Sunds liegt das grönländische Festland - südlich davon eine Inselgruppe, auf der sich Kap Farvel befindet.

Uummanarsuaq nennen die Grönländer den Süden ihrer Insel, wo sich das berüchtigte Kap Farvel das"Kap der Stürme"befindet, einer Landschaft, die geprägt ist durch Eiszeit, archaischer Ursprünglichkeit, einer wilden Bergwelt und einer fast unglaublichen Unberührtheit der fantastischen Granitwände. Die Gesteinsmassive ragen auf jeder Seite des Sunds in die Höhe teilweise über 1000 m hoch. 

Der Fjord ist nach Prinz Christian von Dänemark benannt, dem späteren König Christian V. 
Die Durchfahrt dauert sechs bis acht Stunden und ist von den Wetterbedingungen abhängig.  Hier treffen kalte Strömungen aus dem Nordatlantik auf einströmendes Süßwasser der umliegenden Gletscher. Dies führt zu wechselhaften Wasserlagen, im Sund treibenden großen Eisbergen und schnell wechselnden Sichtverhältnissen"

Ich habe vorher einiges gelesen, dass der Vormittag im Sund aber einer der absoluten Höhepunkte der Reise wird, wusste ich nicht. Für uns heißt es, früh aufstehen und ganz warm anziehen, schließlich wollen wir einige Stunden draußen verbringen.




Wir kommen gerade rechtzeitig an Deck als wir das einzige Dorf Aappilattoq, das in den 1920er-Jahren gegründet wurde, passieren.

Rote, blaue, gelbe Häuser, die sich unterhalb einer steilen Felswand auf einem kleinen Landstreifen duckten. Das Dorf ist nur vom Wasser aus zu erreichen. Kaum zu glauben,dass jemand dort leben kann.






Vor diesen majestätischen Bergen fühle ich mich wieder so klein. Es ist gewaltig.


Fotos können diese Gefühl nicht vermitteln, es ist mein wow Moment auf dieser Reise, der mir Wasser in die Augen treibt und an den ich immer erinnern werde.


Wir haben solche ein Glück, der Kapitän und der Eislotse beschließen, dass wir in den Kangerluk Fjord fahren können, das ist nicht immer möglich.

"Der Kangerluk-Fjord (oft auch Kangerluk / Kangeluk geschrieben) ist einer der markantesten Seitenarme des Prins Christian Sunds im Südosten Grönlands. Am Ende dieses steilen Fjords liegt der Kangerluk-Gletscher (auch als Kangerluk Glacier oder lokal als Geikie-Gletscher-System bezeichnet), ein aktiver Gezeitengletscher (Tidewater Glacier), der direkt in das kalte Fjordwasser kalbt." 






Der Kangerlukgletscher ist ca. 1,3 km breit und wirklich sehr aktiv, er kalbt mehrmals, während wir davor liegen. 




Nach dieser Aufregung brauchen wir jetzt doch erstmal ein Frühstück 

Noch letzte Eindrücke im Sund




Wir haben fast 4 Stunden draußen durchgehalten, aber nun wird es Zeit uns drinnen aufzuwärmen. Wir nähern uns nun auch schon dem unangenehmen Teil unserer Reise....der Überquerung der Dänemarkstraße.






Es heißt  nun wieder Abschied nehmen von Grönland. Ein wehmütiger Blick zurück, ob  wir wohl nochmal in dieses so besondere Land kommen werden? Dieses Land, in dem wir uns so klein und unbedeutend fühlen im Angesicht des ewigen Eises und dieser überwältigenden Landschaft?

Wir haben zwar wieder keine Eisbären gesehen (die sind im Westen auch nicht), aber soviel tolle Eindrücke gesammelt. ...und wie war es nun, hat uns der Osten oder der Westen/ Süden mehr beeindruckt? Beides ist so unterschiedlich, ich freue mich, nun beides erlebt zu haben. Die Eisberge, die Berge, dieses Erlebnis von nur Landschaft im Osten haben mich persönlich ein klein wenig mehr fasziniert. Wenn mich jemand fragen würde, wohin er fahren soll, würde ich doch sagen: Ostgrönland.

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